Erfahrungsbericht: |
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| Kaufentscheidung | Nach dem man mir die Canon Kamera sowie das Weitwinkel- und Standardzoomobjektiv gestohlen hatte, benötigte ich für die Neuseelandreise Ersatz an meinen Nikon Kameras. Ein richtiges Weitwinkel mit hoher Lichtstärke gab es für die DX Kameras nicht und so kamen für mich nur die 3 Zoomobjektive in Frage:
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| Abbildungsqualität: Schärfe und Kontrast **** = gut 18-ca.70mm *** = befriedigend 70-200mm |
Die größte und angenehmste Überaschung betrift das Auflösungsvermögen sowie den Kontrast. Im Brennweitenbereich von 18 bis ca 70 mm ist das Objektiv richtig gut bis in die Bildecken, vorausgesetzt man Blendet um etwa eine Stufe ab. Aber selbst mit voll geöffneter Blende ist die Abbildungsqualität in diesem Bereich ganz brauchbar. Bei längeren Brennweiten sollte man das Objektiv noch stärker abblenden auf f8 oder besser f11, dann ist die Bildqualiät noch als befriedigend zu bezeichnen. Mit offener Blende im Telebereich kann man das Objektiv eigentlich nur im Notfall einsetzen, da dann die Bildqualität deutlich nachläßt. | |||
| Helligkeitsverteilung ** = ausreichend |
Zusammen mit der Verzeichnung ist die Helligkeitsverteilung der größte Schwachpunkt des Objektivs. Die Vignetierung tritt aber nur bei offener Blende sehr stark in Erscheinung. Da ich das Objektiv fast immer mit kleineren Blenden als f8 einsetze ist das für mich kein Problem. | |||
Verzeichnung |
Die Verzeichnung des Objektivs ist bei einigen Brennweiten sehr stark. Da die Durchbiegung gerader Linien nicht einfach tonnen- oder kissenförmig ist, sondern eine sehr komplizierte Struktur aufweist, lässt sie sich auch nicht ohne Weiteres mit Bildbearbeitungsprogrammen korrigieren. Für Architekturfotos oder andere Motive mit vielen geraden Linien ist das Objektiv also nicht zu empfehlen. | |||
| Streulicht *** = befriedigend |
Reflexe und Kontrastminderungen treten mitunder auf, wenn die Sonne mit aufs Bild kommt. Für ein Objektiv mit so vielen Linsen ist das Ergebnis aber durchaus akzeptabel. | |||
| Handhabung ***** = sehr gut |
Das Objektiv bietet den größten Brennweitenbereich aller Nikonobjektive und ist noch mit einem AF-S Motor und der Bildstabilisierung der neuesten Generation ausgerüstet. Damit ist es sicher eines der am universellsten einzusetzenden Objektive für Nikon-DX-Kameras. Viele Amateurfotografen werden nur dieses Objektiv benötigen, um ihre Anforderungen zu erfüllen. Dabei ist das Objektiv noch ausgesprochen kompakt und liegt sehr gut in der Hand. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und der Bajonettring verfügt sogar über eine Abdichtung, die sonst nur neuere Profiobjektive bieten. Der einzige Schwachpunkt der mechanischen Konstruktion liegt in der Verstellung der Brennweite durch das eigene Gewicht, wenn man das Objektiv nach oben oder unten hält. Hier wünscht man sich eine einstellbare "Zoombremse". | |||
| Autofokus **** = gut |
Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, erreicht aber nicht ganz die Geschwindigkeit professioneller (und deutlich teurerer) Objektive wie das AF-S VR 70-200/2,8 oder das AF-S 24-70/2,8.. | |||
| Bildstabilisierung ***** = sehr gut |
Die Bildstabilisierung liegt auf absolutem Topniveau und ist mindestens so gut wie bei den professionellen Nikonobjektiven (AF-S VR 70-200/2,8 oder AF-S VR 300/2,8) und deutlich besser als beim AF VR 80-400. Problemlos lassen sich Aufnahmen mit 1/60 oder 1/30 Sekunde bei 200mm Brennweite machen und die Trefferquote ist viel höher als beim 80-400 VR. Wie bei Nikon üblich erkennt das Objektiv gewollte Schwenkbewegungen beim Mitziehen automatisch. | |||
| Lieferumfang *** |
Im Lieferumfang sind außer den Objektivdeckeln noch eine gute Bajonettgegenlichtblende und ein Lederbeutel enthalten. | |||
Pro & Kontra |
+ :
- :
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Fazit |
Dieses Objektiv hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Die erstaunlich gute Bildqualität macht es zu einem echten Universalobjektiv, dem man die kleine Schwäche im Telebereich nachsehen kann. Alleine wegen diesem Objektiv werde ich sicher immer eine DX-Kamera behalten, denn für Vollformatkameras gibt es keine echte Alternative. Das einzige Objektiv, dass einen solchen Brennweitenbereich im FX-Bereich abdeckt, kommt von Canon, kostet mehr als das dreifache und hat eine deutlich schlechtere Bildqualität und ist sehr groß und schwer. Wann immer ich nur eine Kamera mit nur einem Objektiv mitnehmen kann, kommt dieses Objektiv zum Einsatz. Ansonsten hat aber das 24-70/2,8 die Rolle meines Standardobjektivs übernommen. Inzwischen gibt es einen Nachfolger, der über einen Zoomfeststeller verfügt. Weitere Tests dieses Objektivs mit Meßdaten oder Beispielfotos finden sich hier: |
© 2010 Thorsten Hagedorn - letzte Aktualisierung: 15.02.2010